Witta Pohl
Die Tochter des Gynäkologen Wilhelm Breipohl und dessen Ehefrau Marie-Luise wuchs ab 1941 mit fünf Geschwistern in Bielefeld auf. Der Vater war zuletzt an der Universitätsfrauenklinik Berlin beschäftigt und wurde in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs von sowjetischen Soldaten erschossen. Die Familie lebte daraufhin in ärmlichen Verhältnissen in Westfalen.Pohl ließ sich als Kosmetikerin ausbilden. Schauspielunterricht nahm sie bei Herma Clement in Berlin.
Ein erstes Theaterengagement führte Witta Pohl 1957 ans Staatstheater in Kassel, wo sie die Titelrolle in Frances Goodrichs und Albert Hacketts Das Tagebuch der Anne Frank übernahm. Weitere Engagements führten sie unter anderem an die Münchner Kammerspiele, die Braunschweiger und Darmstädter Bühnen sowie an das Schauspielhaus Zürich.
Die Tochter des Gynäkologen Wilhelm Breipohl und dessen Ehefrau Marie-Luise wuchs ab 1941 mit fünf Geschwistern in Bielefeld auf. Der Vater war zuletzt an der Universitätsfrauenklinik Berlin beschäftigt und wurde in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs von sowjetischen Soldaten erschossen. Die Familie lebte daraufhin in ärmlichen Verhältnissen in Westfalen.Pohl ließ sich als Kosmetikerin ausbilden. Schauspielunterricht nahm sie bei Herma Clement in Berlin.
Ein erstes Theaterengagement führte Witta Pohl 1957 ans Staatstheater in Kassel, wo sie die Titelrolle in Frances Goodrichs und Albert Hacketts Das Tagebuch der Anne Frank übernahm. Weitere Engagements führten sie unter anderem an die Münchner Kammerspiele, die Braunschweiger und Darmstädter Bühnen sowie an das Schauspielhaus Zürich. 1960 erhielt sie anlässlich ihrer Darstellung der Hermia in der Shakespeare-Komödie Ein Sommernachtstraum bei den Bad Hersfelder Festspielen den Jungschauspielerinnen-Preis der Stadt. Von 1965 bis 1973 gehörte Pohl dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg an. Danach war sie unter anderem am Ernst-Deutsch-Theater, den Hamburger Kammerspielen und erneut bei den Bad Hersfelder Festspielen zu sehen.
Ihr Fernsehdebüt gab sie 1960 in Das Floß der Medusa und wirkte seitdem in über vierzig Fernsehproduktionen mit. Bundesweit bekannt wurde sie 1983 in der Rolle der resoluten Vera Drombusch in Robert Strombergers Familienserie Diese Drombuschs, die überaus erfolgreich bis 1994 fortgesetzt wurde. In der Krimireihe Schwarz Rot Gold spielte sie in vier Folgen die Ehefrau des Zollfahnders Zaluskowski. Außerdem übernahm sie Gastrollen in Der Alte, Tatort und weiteren Fernsehserien.
Witta Pohl war in erster Ehe mit Karl Maldeck verheiratet. Aus der zweiten Ehe mit dem Schauspieler Charles Brauer, die von 1966 bis 1976 dauerte, gingen Zwillinge hervor. Mit Brauer stand sie 1966 in dem Fernsehfilm Geibelstraße 27 auch gemeinsam vor der Kamera. Danach war sie mit dem Zahnarzt Ekkehart Franz verheiratet.
In den 1980er Jahren übernahm die Schauspielerin Patenschaften für Kinder in Sri Lanka, auf den Malediven, in Uganda und in Polen. Für kranke Kinder organisierte sie Aufenthalte in Kliniken und Operationen. 1991 gründete sie den Hamburger Verein Kinder-Luftbrücke e. V., der sich um Sozialwaisen kümmerte. Im selben Jahr wurde sie UNESCO-Ehrenbotschafterin des Tschernobyl-Hilfsprogramms.Von dem Verein Kinderlachen wurde sie später mit dem „KIND-AWARD“ ausgezeichnet.
Witta Pohl lebte privat in der Brabandstraße in Hamburg-Alsterdorf. Der von ihr gegründete Verein Kinderluftbrücke hatte ebenfalls in der Straße seinen Hauptsitz. Nach einem Zusammenbruch im Februar 2011 wurde bei Witta Pohl Leukämie diagnostiziert. Die Schauspielerin befand sich seitdem im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in Behandlung. Am 4. April 2011 starb sie an den Folgen der Krankheit. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.
Mitgewirkt in (Filme + Serien)
Typisch Sophie 2004
Das Traumhotel 2004
Menschen bei Maischberger 2003
Jenny & Co 2001
Alle Kinder brauchen Liebe 2000
Menschen der Woche 2000
Beckmann 1999
Happy Birthday 1997
Im Zweifel für.. 1995
Im Zweifel für.. 1995
alfredissimo! Kochen mit Bio 1994
Kommissar Rex 1994
Witta Pohl – Reisen mit Herzklopfen 1992
Der Fotograf oder Das Auge Gottes 1992
Boulevard Bio 1991
Der Erfolg ihres Lebens 1990
Zeil um Zehn 1990
Michas Flucht 1988
Nachtcafé 1987
Großstadtrevier 1986
Das Mord-Menü 1986
Hessische Geschichten 1986
Ein Fall für TKKG 1985
Die Schwarzwaldklinik 1985
Der Hund im Computer 1985
Schöne Ferien 1985
Ein Heim für Tiere 1985
Der Hochzeitstag 1985
Die Lehmanns 1984
Goldene Kamera 1984
Diese Drombuschs 1983
Köberle kommt 1983
Uta 1983
Kinder unseres Volkes 1983
Schwarz Rot Gold 1982
Desperado City 1982
Der Zubringer 1982
Krimistunde 1982
Einfach Lamprecht 1982
Das Traumschiff 1981
Die Laurents 1981
Kudenow oder An fremden Wassern weinen 1981
Kudenow oder An fremden Wassern weinen 1981
Frau über vierzig 1981
Ja und Nein 1981
Wetten, dass..? 1981
Der Urlaub 1980
Ein Mann von gestern 1980
Phantasten 1979
Der Führerschein 1979
Der Abschlußtag 1979
Der Geist der Mirabelle 1978
Ausgerissen! Was nun? 1978
Kinderparty 1978
Wo geht's lang, Kutti? 1978
Gruppenbild mit Dame 1977
Der Alte 1977
Ein herrlicher Tag 1976
Schaurige Geschichten 1976
Stumme Zeugen 1975
Evas Rippe 1975
Am Wege 1975
Derrick 1974
Supermarkt 1974
Nerze nachts am Straßenrand 1973
Gabriel 1973
Dalli Dalli 1971
Tatort 1970
Der Fall von nebenan 1970
Ein Jahr ohne Sonntag 1970
Über den Gehorsam. Szenen aus Deutschland, wo die Unterwerfung des eigenen Willens unter einen Fremden als Tugend gilt 1968
Ein Sommernachtstraum 1968
Polizeifunk ruft 1966
Geibelstraße 27 1966