Horst Jüssen
Jüssen wuchs in Husum auf. Nach dem Abitur an einer Handelsschule absolvierte er eine Lehre als Bankkaufmann. Anschließend besuchte er ab 1962 eine Schauspielschule. Von 1963 bis 1965 war er an der Freien Volksbühne Berlin engagiert. 1965 gründete er sein eigenes Berliner Tourneetheater, das er jedoch nach nur 17 Vorstellungen wieder schließen musste. Ab 1967 arbeitete er als Kabarettist am Renitenztheater in Stuttgart. Von 1969 bis zu deren vorübergehender Auflösung 1972 war er Mitglied der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, zusammen mit Dieter Hildebrandt, Klaus Havenstein, Jürgen Scheller und Ursula Noack. Er trat auf Theaterbühnen in Hamburg, Köln und Düsseldorf auf und unternahm 24 Theatertourneen. Jüssen spielte sowohl in Komödien als auch in ernsten Dramen, unter anderem von William Shakespeare, Tom Topor, Friedrich Schiller, Wolfgang Borchert und Molière.
Jüssen wuchs in Husum auf. Nach dem Abitur an einer Handelsschule absolvierte er eine Lehre als Bankkaufmann. Anschließend besuchte er ab 1962 eine Schauspielschule. Von 1963 bis 1965 war er an der Freien Volksbühne Berlin engagiert. 1965 gründete er sein eigenes Berliner Tourneetheater, das er jedoch nach nur 17 Vorstellungen wieder schließen musste. Ab 1967 arbeitete er als Kabarettist am Renitenztheater in Stuttgart. Von 1969 bis zu deren vorübergehender Auflösung 1972 war er Mitglied der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, zusammen mit Dieter Hildebrandt, Klaus Havenstein, Jürgen Scheller und Ursula Noack. Er trat auf Theaterbühnen in Hamburg, Köln und Düsseldorf auf und unternahm 24 Theatertourneen. Jüssen spielte sowohl in Komödien als auch in ernsten Dramen, unter anderem von William Shakespeare, Tom Topor, Friedrich Schiller, Wolfgang Borchert und Molière. Von 1976 bis 1977 verkörperte er den arbeitsscheuen Liebhaber Adolf von Scheußlich in der ARD-Slapstick-Serie „Klimbim“. 1990 spielte er die Hauptrolle in der Comedyserie „Die lieben Verwandten“. Ab Mai 2004 tourte er mit dem alten „Klimbim“-Ensemble und seinem Stück „Die Klimbim-Familie lebt“ als Gastdarsteller; insgesamt gab es 320 Aufführungen. Jussen hatte Gastauftritte in zahlreichen Fernsehserien, darunter „Derrick“, „Homicide“ und „Florida Lady“. Er schrieb unter anderem Drehbücher für Dieter Hildebrandts „Aufzeichnungen aus der Provinz“. Ab 2001 war Jussen zweimal jährlich als „Preuße im Dienst“ mit dem Chiemgauer Volkstheater in Fernsehaufzeichnungen des Bayerischen Rundfunks zu sehen. Jussen wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet und veröffentlichte auch Bücher. Sein dritter Roman „Joseph Satan“ erschien im Februar 2007. Für sein Kindertheaterstück „Kaspar und der Löwe Poldi“ erhielt er den Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin. Er schuf eine Bühnenfassung von Gerhart Hauptmanns Novelle „Wanda“ und bearbeitete Stücke von Shakespeare, Molière und Ben Jonson. Jissen war seit 1979 mit der Popsängerin Lena Valaitis verheiratet; die beiden hatten einen Sohn. Zuletzt lebte er in München. Seit Ende 2007 litt Jissen, der 45 Jahre lang starker Raucher war, an Lungenkrebs, dem er am 10. November 2008 erlag. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Grünwald bei München.
Mitgewirkt in (Filme + Serien)
Chiemgauer Volkstheater - Der Silvesterstar 2007
Chiemgauer Volkstheater - Vier Väter zuviel 2007
Chiemgauer Volkstheater - Abschlag ins Glück 2006
Chiemgauer Volkstheater - Ein ganz geheimes Staatsgeheimnis 2006
Chiemgauer Volkstheater - Vier Väter zu viel 2006
Chiemgauer Volkstheater - Dem Karli sei Tante 2004
Chiemgauer Volkkstheater - Die vier Unnahbaren 2004
Chiemgauer Volkstheater - Sommernacht im Grandhotel 2004
Johannes Heesters: Eine Legende wird 100 2003
ZIBB 2003
Chiemgauer Volkstheater - Schauts doch mal vorbei 2003
Ein roter Teppich für.... 2002
Chiemgauer Volkstheater - Silvester Hüttenzauber 2002
Volle Kanne 1999
Die Johannes B. Kerner Show 1998
Alpha Forum 1998
Tietjen und Bommes 1997
Corinna 1995
Riverboat 1992
Boulevard Bio 1991
Die lieben Verwandten 1991
Mini Playback Show 1990
Alte Gauner 1985
Die Pyramide 1979
Zwei himmlische Töchter 1978
Die Kurpfuscherin 1974
Derrick 1974
Die Montagsmaler 1974
Gott schützt die Liebenden 1973
Klimbim 1973