Sue Casey
Während andere Schauspielerinnen nach Jahrzehnten meist ungenannter Statistenrollen und geringer Bezahlung ihre stagnierende Karriere aus purer Frustration längst aufgegeben hätten, fand die ewige Filmdiva Sue Casey die Ausdauer, sechs Jahrzehnte lang durchzuhalten! In Filmen ab 1946 verkörperte die üppige Brünette höchstens eine schrille Femme fatale in einigen Drive-in-Flops der 1960er-Jahre, doch sie blickte stets mit bemerkenswerter Dankbarkeit auf ihren Werdegang zurück.
Sie etablierte sich erfolgreich als unschuldige Werbeschauspielerin und warb in über 200 Aufträgen für alles Mögliche, von Frühstücksflocken bis hin zu Autos.
Während andere Schauspielerinnen nach Jahrzehnten meist ungenannter Statistenrollen und geringer Bezahlung ihre stagnierende Karriere aus purer Frustration längst aufgegeben hätten, fand die ewige Filmdiva Sue Casey die Ausdauer, sechs Jahrzehnte lang durchzuhalten! In Filmen ab 1946 verkörperte die üppige Brünette höchstens eine schrille Femme fatale in einigen Drive-in-Flops der 1960er-Jahre, doch sie blickte stets mit bemerkenswerter Dankbarkeit auf ihren Werdegang zurück.
Sie etablierte sich erfolgreich als unschuldige Werbeschauspielerin und warb in über 200 Aufträgen für alles Mögliche, von Frühstücksflocken bis hin zu Autos. Auch im Fernsehen ergatterte sie leichte Gastrollen in Episoden von „The Lucy-Desi Comedy Hour“ (1957), „The Baileys of Balboa“ (1964), „The Dick Van Dyke Show“ (1961), „The Farmer's Daughter“ (1963), „The Beverly Hillbillies“ (1962) und „Family Affair“ (1966), um nur einige zu nennen. Auf der Kinoleinwand blieb sie unverändert erfolgreich. Es folgten weitere kleinere Rollen in Filmen wie „Bells Are Ringing“ (1960), „The Ladies Man“ (1961), „Frühstück bei Tiffany“ (1961), „Zwei Wochen in einer anderen Stadt“ (1962), „Eine neue Art von Liebe“ (1963) und „Die Unersättlichen“ (1964).
Nach fast zwei Jahrzehnten, in denen sie ihren Traum in Hollywood verfolgte, ergatterte Casey endlich eine Hauptrolle! Als rebellische „Vicky Lindsay“ in einem der größten Flops der Filmgeschichte, „Die Strandmädchen und das Monster“ (1965), erlangte sie eine gewisse Bekanntheit, die ihr einen gewissen Kultstatus einbrachte. Der Film hatte ein minimales Budget und wurde bei seiner Veröffentlichung auf ganzer Linie verrissen. Casey musste sich sogar selbst schminken und frisieren und die Kleidung für ihre Rolle aus ihrem eigenen Kleiderschrank aussuchen. Die Schauspieler wurden erst Jahre später bezahlt, als der Film an das Fernsehen verkauft wurde (unter dem Titel „Monster from the Surf“), und das auch nur für einen Bruchteil des üblichen Betrags. Im Laufe der Jahre soll der Film jedoch eine treue Fangemeinde gewonnen haben. Es folgten zwei weitere, leicht zu übersehende Nebenrollen in unbedeutenden, trashigen Filmen. Sie spielte eine Hinterwäldlermutter in dem Fluchtfilmdrama „Swamp Country“ (1966) (mit dem jungen, strahlend weißen Lyle Waggoner, der später Carol Burnett verkörperte) und eine manipulative Mutter und Kunstfälscherin in „Catalina Caper“ (1967) (mit dem ehemaligen Disney-Star Tommy Kirk nach seinem Absturz und (erneut) Lyle Waggoner).
Später baute sie sich ein erfolgreiches Immobiliengeschäft auf. Sie fand immer wieder Schauspielrollen (oft ohne Agenten) in Film und Fernsehen. Sie wirkte in einigen aufwendigeren Filmmusicals mit – als Zofe von Vanessa Redgraves Königin Guinevere in „Camelot“ (1967) und als eine von John Mitchums zwei Ehefrauen in „Paint Your Wagon“ (1969). Zu ihren späteren Filmen zählen unter anderem „The Main Event“ (1979), „Evilspeak“ (1981), „Whitesnake: Live… in the Still of the Night“ (2005) und „A Very Brady Sequel“ (1996). In „American Beauty“ (1999), der mit dem Oscar für den besten Film und den besten Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde, spielt Hauptdarstellerin Annette Bening (nominiert als beste Hauptdarstellerin) eine verzweifelte Immobilienmaklerin, die Caseys wohlhabender Figur ein Haus verkaufen will.
Mitgewirkt in (Filme + Serien)
Die Brady Family 2 1996
Diagnose: Mord 1993
Das Leben und Ich 1993
Ein Sprung in der Schüssel 1982
Der Teufels-Schrei 1981
Was, du willst nicht? 1979
Panik in den Wolken 1971
Westwärts zieht der Wind 1969
Catalina Caper 1967
Camelot - Am Hofe König Arthurs 1967
Swamp Country 1966
The Beach Girls and the Monster 1965
Eine neue Art von Liebe 1963
Hoppla Lucy 1962
The Beverly Hillbillies 1962
Frühstück bei Tiffany 1961
The Dick Van Dyke Show 1961
Ich bin noch zu haben 1961
The Lucy–Desi Comedy Hour 1957
Im Zirkus der drei Manegen 1954
Patient mit Dachschaden 1954
Das Fenster zum Hof 1954
Eight Iron Men 1952
Cattle Town 1952
Die lustige Witwe 1952
Wir sind gar nicht verheiratet 1952
Die Spielhölle von Las Vegas 1952
Ein Amerikaner in Paris 1951
Secrets of Monte Carlo 1951
The Scarf 1951
For Heaven's Sake 1950
Der Rebell 1950
Duell in der Manege 1950
Judy erobert Hollywood 1949
Der Spieler 1949
Blondie's Big Deal 1949
Words and Music 1948