Mario Camus
Camus begann ein Jurastudium, brach dieses jedoch bald ab, um 1956 am IIEC (heute EOC) zu studieren. Dort erwarb er 1963 mit dem Lehrfilm „El borracho“ (1962) sein Regiediplom und wurde schließlich Professor. Anfang der 1960er-Jahre arbeitete er mit Carlos Saura an mehreren Drehbüchern („Die Delinquenten“ (1960), „Llanto por un bandido“ (1964)) und führte auch bei einigen Kurzfilmen Regie. Seine ersten Spielfilme waren „Los farsantes“ (1963) und „Young Sánchez“ (1964), ein Film über Boxen – eine seiner Leidenschaften –, der 1964 beim Filmfestival von Buenos Aires als bester Film ausgezeichnet wurde.
Camus begann ein Jurastudium, brach dieses jedoch bald ab, um 1956 am IIEC (heute EOC) zu studieren. Dort erwarb er 1963 mit dem Lehrfilm „El borracho“ (1962) sein Regiediplom und wurde schließlich Professor. Anfang der 1960er-Jahre arbeitete er mit Carlos Saura an mehreren Drehbüchern („Die Delinquenten“ (1960), „Llanto por un bandido“ (1964)) und führte auch bei einigen Kurzfilmen Regie. Seine ersten Spielfilme waren „Los farsantes“ (1963) und „Young Sánchez“ (1964), ein Film über Boxen – eine seiner Leidenschaften –, der 1964 beim Filmfestival von Buenos Aires als bester Film ausgezeichnet wurde. Damit begann eine dreißigjährige Filmografie voller großartiger Werke, von romantischen Komödien und Musicals bis hin zu brillanten Adaptionen berühmter Romane, wie etwa der renommierten Fernsehserie „Fortunata y Jacinta“ (1980) oder dem Film „La colmena“ (1982), der bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin den Goldenen Bären gewann. 1983 wurde ihm die „Medalla de Oro de las Bellas Artes“ (Goldmedaille der Schönen Künste) verliehen, und ein Jahr später schuf er sein sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern erfolgreichstes Werk: „Die Unschuldigen“ (1984), eine Adaption des Romans von Miguel Delibes. Dieser Film brachte Francisco Rabal und Alfredo Landa (gemeinsam) den Preis für den besten Schauspieler bei den Filmfestspielen von Cannes ein. Der Film gewann 1985 den „Premio Nacional de Cinematografía“ (Nationaler Filmpreis) und 1986 den Orden „Chevalier de l'Ordre des Arts des Lettres“.
Camus’ Filmografie vereint Gemeinschaftsarbeiten mit einem persönlicheren Stil. Hier erzählt er Geschichten, die ihm am Herzen liegen und ihm erlauben, weniger ausgetretene Pfade zu beschreiten. Beispiele hierfür sind „Con el viento solano“ (1966), „Los pájaros de Baden-Baden“ (1975) und „Los días del pasado“ (1977).
In den 1990er-Jahren arbeitete er weiterhin mit namhaften Schauspielern zusammen und erzählte dramatische Geschichten über komplexe Charaktere, die ein rebellisches oder gebrochenes Leben führten, oder erkundete Genres wie den Film noir. Beispiele für diese Phase sind La rusa (1987), Después del sueño (1992), Sombras en una batalla (1993) und Adosados (1996), ein Film, der mit dem International Critic Award ausgezeichnet wurde.
Er war von 1961 bis 2016, dem Datum ihres Todes, mit Concha Bergareche verheiratet. Sie hatten 7 Kinder.
Mitgewirkt in (Filme + Serien)
El prado de las estrellas 2008
Roma 2004
La playa de los galgos 2002
La Ciudad de los Prodigios 1999
El Coyote: Don César de Echagüe 1998
La vuelta del Coyote 1998
El Coyote: El tribunal del Coyote 1998
El color de las nubes 1997
Más allá del jardín 1996
Adosados 1996
Selbstachtung 1994
Sombras en una batalla 1993
Después del sueño 1992
Beltenebros 1991
La Femme et le Pantin 1990
La forja de un rebelde 1990
Lorca, muerte de un poeta 1987
La rusa 1987
Bernarda Albas Haus 1987
Marbella, un golpe de cinco estrellas 1985
La vieja música 1985
Luces de Bohemia 1985
Los santos inocentes 1984
Truhanes 1983
Die Schrecken des Krieges 1983
Der Bienenkorb 1982
Fortunata y Jacinta 1980
Los días del pasado 1977
Curro Jiménez 1976
La joven casada 1975
Los pájaros de Baden-Baden 1975
Fernfahrer - Abenteuer auf Spaniens Strassen 1973
La leyenda del alcalde de Zalamea 1973
Chicas de club 1972
Der Teufel kennt kein Halleluja 1970
Esa mujer 1969
Digan lo que digan 1968
Volver a vivir 1968
Al ponerse el sol 1967
Con el viento solano 1967
Cuando Tú no Estás 1966
La visita que no tocó el timbre 1966
Cordoba 1964
Young Sánchez 1964
Muere una mujer 1964
La suerte 1963
Los farsantes 1963
El borracho 1962
La espera 1961
La visita 1961