Benoît Chamoux
Benoît Chamoux war ein französischer Bergsteiger. Er wurde am 19. Februar 1961 in La Roche-sur-Foron, Haute-Savoie, geboren und starb am 6. Oktober 1995 im Alter von 34 Jahren am Kangchenjunga in Nepal.
Als zurückhaltendes, aber wissbegieriges Kind wuchs er in einer Berglandschaft auf, in der Gipfel zum Alltag gehörten. Schon früh entwickelte er eine starke Vorliebe für körperliche Anstrengung, Orientierung und die Natur. Als Teenager entdeckte er in lokalen Vereinen das Bergsteigen, trainierte Kletter- und Eisklettertechniken und bewies schnell außergewöhnliche Fähigkeiten, sowohl in Bezug auf seine Ausdauer als auch auf seine Entschlossenheit.
Von klein auf von den hohen Bergen angezogen, bestieg er 1982 die Diamond Couloir am Mount Kenya in Kenia.
Benoît Chamoux war ein französischer Bergsteiger. Er wurde am 19. Februar 1961 in La Roche-sur-Foron, Haute-Savoie, geboren und starb am 6. Oktober 1995 im Alter von 34 Jahren am Kangchenjunga in Nepal.
Als zurückhaltendes, aber wissbegieriges Kind wuchs er in einer Berglandschaft auf, in der Gipfel zum Alltag gehörten. Schon früh entwickelte er eine starke Vorliebe für körperliche Anstrengung, Orientierung und die Natur. Als Teenager entdeckte er in lokalen Vereinen das Bergsteigen, trainierte Kletter- und Eisklettertechniken und bewies schnell außergewöhnliche Fähigkeiten, sowohl in Bezug auf seine Ausdauer als auch auf seine Entschlossenheit.
Von klein auf von den hohen Bergen angezogen, bestieg er 1982 die Diamond Couloir am Mount Kenya in Kenia. Im darauffolgenden Jahr, 1983, bezwang er die Südwand des Huascarán in Peru, bevor er sich dem Himalaya zuwandte, wo er sich schnell als einer der brillantesten Bergsteiger seiner Generation etablierte. Ab 1985 bestieg er eine Reihe von Achttausendern und erreichte zwischen 1985 und 1995 dreizehn der vierzehn Achttausender weltweit – eine Leistung, die ihn zu einer Schlüsselfigur des französischen Bergsteigens machte. Als Verfechter schneller und leichter Aufstiege, die er „Express-Aufstiege“ nannte, absolvierte er mehrere anspruchsvolle Solo-Besteigungen, insbesondere am Gasherbrum II, Gasherbrum I, Broad Peak und K2, den er in Rekordzeit bestieg. Er leitete internationale Teams unter extremen Bedingungen und initiierte das Projekt „Team Spirit“, in dem er seine Führungsqualitäten und sein Engagement für die Menschheit unter Beweis stellte.
1992 zeichnete sich Chamoux durch die erste Satellitenmessung der Höhe des Mount Everest vom Gipfel aus aus. Er installierte rund fünfzehn Kilogramm schwere Instrumente auf dem Gipfel, um mit beispielloser Präzision eine Höhe von 8.846 Metern zu messen. Anschließend setzte er seine wissenschaftlichen und sportlichen Expeditionen fort und bestieg unter anderem 1993 den Dhaulagiri und 1994 den Lhotse. Parallel dazu beteiligte er sich an medizinischen Forschungsprojekten in großer Höhe. Am 7. Mai 1995 erreichte er den Gipfel des Makalu, seinen dreizehnten Achttausender. Diese Besteigung wurde später von einigen Himalaya-Experten jedoch angezweifelt. Im Herbst desselben Jahres brach er zu seinem vierzehnten und letzten großen Gipfel auf, dem Kangchenjunga, dem mit 8.586 Metern dritthöchsten Berg der Welt. Am 6. Oktober 1995, nur wenige Dutzend Meter unterhalb des Gipfels, verschwand er zusammen mit seinem Kameramann Pierre Royer und ihrem Sherpa Riku. Sein Vorhaben, alle vierzehn Achttausender zu besteigen, blieb somit unvollendet.
Fünf Monate nach seinem Tod gründete seine Witwe Fabienne Clauss unter der Schirmherrschaft der Fondation de France die Benoît-Chamoux-Stiftung, um sein Andenken zu ehren und sein Engagement für die Gemeinschaften der Hochgebirgstäler des Himalaya fortzuführen. Durch seine sportlichen Erfolge, seine Risikobereitschaft und seine Reflexionen über die Bedeutung von Engagement in den Bergen bleibt Benoît Chamoux eine Symbolfigur des modernen Himalaya-Bergsteigens und wird oft als „kleiner Prinz des Himalaya“ bezeichnet.
Mitgewirkt in (Filme + Serien)
Là-Haut, Un supplément d'âme 2001
La Zone De La Mort 1996
The Himalayas 1994
Annapurna 88 1988